Compliance

Für uns hat rechts- und regelkonformes Verhalten im Unternehmen – auch „Compliance“ genannt – höchste Priorität. Deshalb stellen wir besonders hohe Anforderungen an ein wirksames Compliance-Management.

Compliance endet für uns jedoch nicht mit der Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen: Vielmehr haben wir den Anspruch, stets nach ethischen Prinzipien zu handeln und dabei durch vorbeugende organisatorische Maßnahmen das Haftungsrisiko für das Unternehmen, dessen Leitungs- und Überwachungsorgane sowie die Beschäftigten zu minimieren. Dabei unterstützt die an Werten ausgerichtete Unternehmenskultur die zusätzlichen Anforderungen, die von einem umfassenderen Compliance Management System erfüllt werden müssen.

 

Die wichtigsten Elemente des Compliance Management Systems:

Einführung des Wertemanagements

Das erfolgreich eingeführte Wertemanagement, später zur wertebasierten Compliance weiterentwickelt, ergänzt mit seinem präventiven Charakter das umfassendere Compliance Management System.

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Wertebasierte Compliance wird Bestandteil der arbeitsvertraglichen Vereinbarungen

Die wertebasierte Compliance dient der Prävention und Verfolgung von Korruption. Sie ist Bestandteil der arbeitsvertraglichen Vereinbarungen von Beschäftigten und Führungskräften. In den vergangenen Jahren wurde sie sukzessive an den nationalen und internationalen Konzernstandorten mit Mehrheitsbeteiligung eingeführt.

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Das elektronische Hinweisgebersystem

Um das Vertrauensverhältnis zwischen uns und unseren Partnern und Kunden weiter zu stärken, wurde ein zertifiziertes elektronisches Hinweisgebersystem (BKMS® System) zur Erfassung und Prävention von unternehmensschädigendem Verhalten eingeführt.

Über das System können Beschäftigte, Geschäftspartner und Kunden online Hinweise über Unregelmäßigkeiten abgeben. Es ist weltweit und rund um die Uhr verfügbar, so dass vertrauliche Informationen zu Korruption und Wirtschaftskriminalität direkt und anonym weitergeleitet werden können. Die Anonymität der Hinweisgeber ist durch das zertifizierte BKMS® System absolut sichergestellt.

Jede Meldung wird intensiv auf ihren sachlichen Gehalt geprüft, gegebenenfalls werden Sanktionsmaßnahmen eingeleitet. Dieses Hinweisgebersystem wurde auch an unseren Konzern-Standorten Antalya und Lima eingeführt.

Zum Hinweisgebersystem

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Weiterentwicklung des Compliance Management Systems

Fraport hat sukzessive mit mit die Implementierung eines integrierten Systems für Compliance Management, Risikomanagement und Internes Kontrollsystem durchgeführt. Die Weiterentwicklung des Compliance Management Systems orientiert sich am Prüfungsstandard des Instituts der Deutschen Wirtschaftsprüfer (IDW) PS 980, der Vorgaben macht für ein geeignetes Rahmenwerk und die notwendigen Grundelemente.

Zur weitergehenden Verzahnung der Teilsysteme Compliance Management, Risikomanagement und Internes Kontrollsystem verfolgen wir einen integrativen, risikoorientierten Lösungsansatz in Anlehnung an das international anerkannte Rahmenwerk COSO II. Dafür haben wir zusätzlich ein unterstützendes IT-Tool eingeführt. Organisatorisch wird die Vernetzung der einzelnen Teilsysteme durch die Gremien Risikomanagementausschuss und Compliance Board gewährleistet. Letzteres erarbeitet einheitliche Vorgaben und befasst sich mit konkreten Compliance-Vorfällen. Es berichtet an den Vorstand, der zudem regelmäßig eine Gesamtübersicht über wesentliche Konzern-Risiken erhält. Auf dieser Grundlage informiert der Vorstand den Aufsichtsrat.

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Externe Ombudsfrau

Zentrale Aufgabe der externen Ombudsfrau ist die vertrauliche Entgegennahme, rechtliche Prüfung und Weiterleitung von Hinweisen auf strafrechtlich relevante Sachverhalte (z. B. Korruption, Kartellverstöße, Betrug und Untreue), aber auch auf schwerwiegende unternehmensbezogene Pflichtverletzungen. Die Ombudsfrau prüft auf der Basis ihrer langjährigen fachlichen Erfahrung selbstständig und unabhängig die bei ihr eingehenden Hinweise auf ihre Relevanz für das Unternehmen. Kommt sie zu dem Ergebnis, dass dem Verdacht nachgegangen werden muss, so gibt sie den Vorgang an die zuständige Stelle bei der Fraport AG weiter, wenn der Hinweisgeber hierzu sein Einverständnis erklärt hat.

Sie können kostenfrei mit der externen Ombudsfrau wie folgt Kontakt aufnehmen:

Per Telefon: 0800 123 0 125
Per Telefax: 0800 - 123 0 126
Per E-Mail: parsch@ombudsfrau-parsch.de
Postalisch:

Rechtsanwältin Annette Parsch
Ombudsfrau,
Q 2, 5, 68161 Mannheim

 

Wer kann sich an die Ombudsfrau wenden?

Die Ombudsfrau steht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fraport AG und deren Beteiligungsgesellschaften sowie auch Externen, bspw. Lieferanten oder Ausschreibungsteilnehmern, als vertrauensvolle Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Welche Hinweise nimmt die externe Ombudsfrau entgegen?

Zielsetzung ist in erster Linie die Aufklärung und Verhinderung von Wirtschaftsstraftaten (z.B. Korruption, Kartellverstöße, Betrug und Untreue), aber auch von sonstigen schwerwiegenden Pflichtverletzungen, die in Zusammenhang mit der Fraport AG stehen.

Kann ich mit der Ombudsfrau auch anonym in Kontakt treten?

Die Ombudsfrau nimmt auch Hinweise von anonymen Hinweisgeberinnen bzw. Hinweisgebern entgegen.

Auch wenn die Hinweisgeberin / der Hinweisgeber der Ombudsfrau namentlich bekannt ist, wird die Identität nur bei ausdrücklicher Zustimmung an die Fraport AG weitergegeben. Die Fraport AG hat gegenüber der Ombudsfrau ausdrücklich und unwiderruflich auf jegliche Auskunftsansprüche verzichtet. Gestattet der Hinweisgeber die Weitergabe der an die Ombudsfrau übermittelten Informationen nicht ausdrücklich, fallen diese Informationen unter das Anwaltsgeheimnis.

Als zusätzlicher Meldekanal für anonyme Hinweise steht auch das elektronische Hinweisgebersystem der Fraport AG zur Verfügung (https://www.bkms-system.net/bkwebanon/report/clientInfo?cin=6fra1&language=ger). Die dort eingehenden Hinweise werden seitens der Fraport AG bearbeitet. Die externe Ombudsfrau ist über das elektronische Hinweisgebersystem nicht zu erreichen.

Entsteht ein Mandatsverhältnis zwischen Hinweisgeber und Ombudsfrau?

Nein, denn die Ombudsfrau ist Beauftragte der Fraport AG. Allerdings besteht zwischen der Ombudsfrau und dem Unternehmen eine Vereinbarung, die es der Ombudsfrau ermöglicht, den Hinweisgeber in praktischen einzelfallbezogenen Fragen zum Sachverhalt informell zu beraten. Die Vertretung der rechtlichen Interessen der Hinweisgeber ist der Ombudsfrau nicht möglich.

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Verhaltenskodex für Beschäftigte und Lieferanten

Mit der Einführung des Verhaltenskodex für Beschäftigte und Lieferanten wurde das bis dahin implementierte Wertemanagement bzw. die wertebasierte Compliance konsequent weiter ausgebaut. Unser Verhaltenskodex für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist das Bekenntnis von Fraport zu unserer Verantwortung als global agierendes Unternehmen.

Verhaltenskodex für Beschäftigte

Der Kodex bietet einen Überblick, welche Grundausrichtung unser Unternehmen leitet und wofür Fraport steht.

Entsprechend unserer Grundwerte Rechtschaffenheit, Integrität, Vertrauenswürdigkeit, Verantwortlichkeit, Transparenz, Loyalität und Fairness haben wir den Anspruch, sozial, ökologisch und ökonomisch verantwortungsvoll zu wirtschaften. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, ist es unabdingbar, die Werte des Unternehmens auch im Berufsalltag umzusetzen.

Verhaltenskodex für Lieferanten

Der Verhaltenskodex für Lieferanten formuliert Regeln für alle Lieferanten und Dienstleister, die in direkter Geschäftsbeziehung mit Fraport stehen. Analog zum Verhaltenskodex für Beschäftigte behandelt er die Themen Compliance, Arbeitsbedingungen und Menschenrechte, ergänzt um Aspekte des Umwelt- und Klimaschutzes. Sollte es zu Verstößen gegen den Kodex kommen, ist dies eine Vertragsstörung, auf die unsere Lieferanten hingewiesen werden, gegebenenfalls mit Fristsetzung zur Behebung des Verstoßes. In der weiteren Eskalation kann dies zur Kündigung des Vertrages führen.

 

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Ausrollung der Konzernrichtlinie Compliance Management System

Zur Vereinheitlichung von Compliance-Mindeststandards und Struktur des CMS im Konzern entwickelte die Fraport AG 2014 eine Konzernrichtlinie Compliance Management System (CMS), die für alle Tochterunternehmen (Mehrheitsbeteiligungen) gültig ist.

Bereits zuvor wurden Elemente des bestehenden Compliance-Programms, wie beispielsweise der Verhaltens- oder der Lieferantenkodex, auf Tochterunternehmen ausgedehnt oder zur Verfügung gestellt (BKMS, interne Vertrauensperson, externe Ombudsperson).

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Rollierende konzernweite Compliance Risikoanalyse

Seit 2015 wird die Compliance Risikoanalyse (CRA) regelmäßig im Fraport Konzern durchgeführt. Sie dient als Instrument zur Identifizierung, Analyse und Bewertung von Compliance-Risiken. Die hierdurch erfassten und ausgewerteten Risiken bilden die Grundlage für adäquate Compliance-Maßnahmen.

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  • Dachbegrünung Terminal 2 mit Schriftzug

    Managementsysteme

  • Vorfeldaufsicht

    Risikomanagement

  • Mann mit Laptop

    Hinweisgebersysteme

  • Ground Services

    Corporate Governance

Martin Glock

Martin Glock

Leiter Rechtsangelegenheiten und Compliance

Fraport AG
Frankfurt Airport Services Worldwide
Rechtsangelegenheiten und Compliance (RAC)
60547 Frankfurt am Main

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Clemens von Stockert Porträt

Clemens von Stockert

Leiter Compliance und Wertemanagement

Fraport AG
Frankfurt Airport Services Worldwide
Rechtsangelegenheiten und Compliance
Compliance und Wertemanagement (RAC-CW)
60547 Frankfurt am Main

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