Siedlungen umfliegen

Entlastungen schaffen

Weniger Abflüge über Frankfurt und Offenbach bei Ostbetrieb

Diese Maßnahme befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Die ursprüngliche Planung sah die Einführung einer weiteren Abflugstrecke vor, die bei Ostbetrieb vom Parallelbahnsystem aus östlich von der Abflugstrecke 07-N (lang) auch Richtung Norden führte. Diese Planung wurde verworfen. Die Fachgremien prüfen nun ein anderes Planungsszenario: eine Verlagerung von Starts von der 07-N (lang) auf 07-O. Das Ziel bleibt gleich: eine Reduzierung der Überflüge dicht besiedelter Bereiche in Frankfurt und Offenbach, die von Starts auf der 07-N (lang) betroffen sind.  

Die zwei vorgenannten Strecken sind hier einsehbar.

Vermeidung des Überflugs von Offenbach und Mainz

Die Maßnahme wurde im Oktober 2012 umgesetzt. Das Eindrehen wurde bei Westbetrieb weiter nach Osten und bei Ostbetrieb weiter nach Westen verlagert, in beiden Fällen in weniger dicht besiedelte Gebiete. So konnten niedrig eindrehende Anflüge direkt über den dicht besiedelten Siedlungszentren Mainz und Offenbach vermieden werden. Die früher durch eindrehende Anflüge betroffenen Stadtteilen von Mainz und Offenbach wurden dadurch lärmtechnisch entlastet.

Erhöhung Spurtreue 07 Süd (lang)

Mit Hilfe des RNP1-Verfahrens soll die Spurtreue auf der Route ANEKI 07 Süd (lang) vor Heusenstamm verbessert werden.

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Segmented Approach

Zur Entlastung dicht besiedelter Gemeinden im Endanflug wird seit 2011 in Frankfurt ein satellitengestütztes Anflugverfahren angewendet: der sogenannte „Segmented Approach“.

In Gemeinden wie Offenbach, Hanau und Maintal bei Betriebsrichtung 25 ("Westbetrieb") sowie Mainz und Bischofsheim bei Betriebsrichtung 07 ("Ostbetrieb"), die im Anflug von Süd- oder Centerbahn liegen, sinkt der gemessene Maximalpegel durch diese Maßnahme um tendenziell 1-2 dB(A). Auch mit entstehenden Lärmverlagerungen führt die Nutzung dieses Verfahrens zu erheblichen Entlastungen in den Endanflugbereichen und stellt damit eine wichtige Maßnahmen des Aktiven Schallschutzes am Flughafen Frankfurt dar.

Segmented Approach ILS & zeitliche Ausdehnung (22-0 Uhr)                        

Die bisher lediglich für verspätete Anflüge nach 23:00 Uhr genutzten segmentierten Anflugrouten können derzeit nur mit dem sog. RNAV-GPS genutzt werden. Durch die Einführung einer ILS-basierten Lösung kann erreicht werden, dass alle in diesem Zeitraum anfliegenden Luftfahrzeuge diese, die Städte Mainz und Offenbach entlastenden, Anflugrouten verpflichtend nutzen und dies bereits ab 22:00 Uhr. Auch diese Maßnahme wird in einem Konsultationsverfahren erörtert.

Prüfauftrag Segemented Approach RNP-to-xLS                                          

Durch leistungsbasierte Navigation kann eine größere Bündelung bei Kurvenflügen erreicht werden - beispielsweise beim Anflugverfahren Segemented Approach. Forschungen hierzu im Rahmen von SESAR fanden bereits statt und wurden begleitet. SESAR (Single European Sky ATM Research Programme) ist eine Initiative der Europäischen Kommission, welche das Flugverkehrsmanagement auf europäischer Ebene vereinheitlichen und synchronisieren soll.

Forschungsprojekt Segemented Approach Independent Parallel                       

Zu diesem langfristigen Projekt wird eine Machbarkeitsstudie durch das DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) und das UNH (Umwelt- und Nachbarschaftshaus) durchgeführt. Der unabhängige Parallelbetrieb des Segmented Approach könnte dadurch in Zukunft auch bei höheren Verkehrslasten zur Anwendung kommen.

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Anpassung "AMTIX kurz"

Durch eine Veränderung der südöstlichen Abflugroute „AMTIX (kurz)“ sollen Überflüge dicht besiedelter Gebiete im Norden Darmstadts vermieden und somit eine Entlastung einer hohen Anzahl bislang betroffener Anwohner erreicht werden.

Da diese Veränderung auch zu einer Neubetroffenheit von Anwohnern nördlich gelegener Siedlungsbereiche im Landkreis Darmstadt-Dieburg führen kann, wurden im Rahmen eines Konsultationsverfahrens unter Einbezug aller betroffenen Gemeinden (Gemeinden Erzhausen, Darmstadt-Arheilgen und Weiterstadt-Gräfenhausen) seit Juni 2018 unterschiedliche Varianten der Verlagerung intensiv öffentlich diskutiert.

Als Ergebnis dieses vom Forum Flughafen und Region (FFR) und der Fluglärmkommission Frankfurt (FLK) erstmalig initiierten Verfahrens empfahl das FFR im August 2019 die Umsetzung und den Probebetrieb der Variante 3 neu. Diese Empfehlung wurde durch die Fluglärmkommission in Ihrer 252. Sitzung am 25.09.2019 bestätigt.

Weiterführende Informationen zu dieser Maßnahme des Aktiven Schallschutzes erhalten Sie auch auf den entsprechenden Internetseiten des FFR.

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Die Südumfliegung

Die Südumfliegung ist eine lärmoptimierte Abflugroute für Betriebsrichtung 25, die mit der Inbetriebnahme der Nordwest Landebahn eingeführt wurde. Die Südumfliegung teilt sich auf in zwei Routen, die erst gebündelt nach Süden verlaufen, und sich dann aufspalten. MASIR-M führt nach Westen, TABUM-M nach Norden.

Die Südumfliegung wurde als Alternative zu den bereits vor ihrer Einführung existierenden, direkt nach Nordwesten führenden Abflugrouten MASIR-F und -G sowie TABUM-F und –G geplant. So stellen die Südumfliegungsrouten seit der Inbetriebnahme des Vierbahnsystem sicher, dass ein auf die Nordwestbahn anfliegendes Luftfahrzeug im Falle von Problemen bei der Landung durchstarten kann, ohne dem direkten Nordwest-Abflugverkehr von den südlich gelegenen Parallelbahnen zu nahe zu kommen.

Erhöhung der Spurtreue auf dem lärmmindernden Idealverlauf der Südumfliegung

Seit dem Jahr 2017 kann auf der Südumfliegung ein neues Verfahren „Required Navigation Performance (RNP)“ genutzt werden, um die Spurtreue zu erhöhen. Hierbei handelt es sich um eine der lärmmindernden Maßnahmen aus dem aktuellen Aktiven Schallschutzmaßnahmenpaket.

RNP ermöglicht es, mit entsprechend ausgerüsteten Flugzeugen Kurven genauer zu befliegen: mit dem sogenannte „Radius-to-fix-Kurven“ können Kurven GPS-basiert auch bei ungünstigen Wind- und Wetterbedingungen präziser beflogen werden, als bei konventioneller Navigation. Davon profitieren die südlichen Stadtteile von Nauheim sowie Trebur, Nackenheim und Bodenheim und einzelne Mainzer Vororte, die früher auf Grund technisch erlaubter Abweichungen von der Ideallinie bei der Nutzung der konventionellen Routen überflogen wurden.

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Modified Arrival Routes II

Die zweite Stufe der Modified Arrival Routes befindet sich seit Juli 2015 im Probebetrieb und sieht eine Verkürzung des nördlichen Gegenanfluges bei Betriebsrichtung 07 (Ostbetrieb) als auch eine Verkürzung des nördlichen und des südlichen Gegenanfluges bei Betriebsrichtung 25 (Westbetrieb) vor. Abgesehen von einem verringerten Kerosinverbrauch kommt es durch den näher an den Flughafen gerückten Eindrehbereich zu einer Lärmentlastung in den Anflugbereichen.

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In Entwicklung: RF-legs

Übergang zu RNP1-Standard mit RF-Funktionalität in FRA vor 2024

Wichtig ist hierbei die künftige Nutzung des "Radius-to-fix"-Verfahrens. Hierbei können Flugzeuge jedweder Größe oder Gewicht sehr genau auf den vorgegebenen Flugrouten fliegen. Bisher kommt es aufgrund verschiedener Bedingungen zu geringen Abweichungen. Bisher müssen Piloten einzelne Wegpunkte im Kurvenflug ansteuern, durch das Radius-to-fix-Verfahren werden keine einzelnen Puntke mehr abgeflogen, sondern eine komplette Kurve. Bereits vor 2024 - dem Zieltermin der Europäischen Union - soll dieses Verfahren umgesetzt werden.

Entlastung NORD 07 (lang)

Zur Entlastung Bergen-Enkheims soll eine weitere Maßnahme im Konsultationsverfahren erörtert werden: Pro Tag würden bei Betriebsrichtung 07 bis zu 20 Großraumflugzeuge mit Flugziel Osten anstatt über die Abflugstrecke Nord 07 (lang), über die Strecke Ost 07 geführt werden

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Perspektiven

Segemented Approach

Durch leistungsbasierte Navigation kann eine größere Bündelung bei Kurvenflügen erreicht werden - beispielsweise beim Anflugverfahren Segemented Approach.Auch der unabhängige Parallelbetrieb des Segmented Approach könnte in Zukunft auch bei höheren Verkehrslasten zur Anwendung kommen.

Routenkarte

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