Allgemeines

Für die Erreichung des Zieles, den Lärmpegel im Rauminneren von Gebäuden in anspruchsberechtigten Gebieten zu verringern, wurden für das aktuelle Passive Schallschutzprogramm rund 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, bauliche Schallschutzmaßnahmen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus zeitlich vorgezogen und durch weitere finanzielle Mittel aus dem Regionalfonds erweitert.

Bürgerinnen und Bürger, deren Immobilien in der Tag-Schutzzone 1 innerhalb der Lärmkontur LAeq 65dB(A) oder der Nacht-Schutzzone innerhalb der Lärmkontur LAeq 60dB(A) liegen, konn-

 

ten direkt mit Inkrafttreten der Verordnung für den Lärmschutzbereich am 13. Oktober 2011 fünf Jahre lang auf Basis der o.g. Verkehrsprognose für das Jahr 2020 Mittel für passiven Schallschutz beantragen und Maßnahmen umsetzen lassen.

Nach Ablauf dieser Frist am 12.10.2016 können Ansprüche auf bauliche Schallschutzmaßnahmen aus weniger lärmbelasteten Gebieten entsprechend dem Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm ab dem 13.10.2016 für weitere fünf Jahre geltend gemacht werden.

Im Februar 2012 hat die Landesregierung mit der Erklärung "Ge-

meinsam für die Region - Allianz für Lärmschutz 2012" den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern im Bereich des passiven Schallschutzes weitere, über den bisherigen Umfang hinausgehende Leistungen, zugesagt. Dafür wurde ein Regionalfonds mit rund 270 Millionen Euro eingerichtet. Die Mittel werden im Wesentlichen durch das Land Hessen und durch Fraport gestellt und können sowohl für private Haushalte, als auch schutzwürdige öffentliche Einrichtungen, zum Beispiel Schulen, Kindergärten oder Krankenhäuser, genutzt werden. Durch den Regionalfonds können rund 17.300 Haushalte in der Flughafenregion zusätzliche Unterstützung beim passiven Schallschutz erhalten.