Einflussfaktor Wetter

Lärm wird in Form von Schallwellen durch die Luft transportiert, daher beeinflussen veränderte Luftverhältnisse die Schallausbreitung und damit auch die wahrgenommene Lärmwirkung. Auf der Grafik finden sich Informationen zu den verschiedenen Einflussfaktoren, die das Wetter auf Schall haben kann.

Nach einem Klick auf die Infobuttons auf der Grafik erhalten Sie weitere Informationen über die unterschiedlichen Wettereinflüsse.

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die Steigleistung von Flugzeugen variiert in Abhängigkeit der Lufttemperatur. Bei niedrigen Temperaturen gewinnen Abflüge schneller an Höhe. Größere Überflughöhen führen dann zu geringeren Fluglärmimissionen am Boden. Im Kontrast dazu ist die Schallausbreitung bei geringen Temperaturen gegenüber höheren Temperaturen begünstigt.
Starker Wind hat zur Folge, dass der Schall weiter getragen wird als bei Windstille.
Bezeichnet eine Wetter-Grenzschicht: die oberen Luftschichten besitzen eine höhere Temperatur als die darunter liegenden. Für bodennahe Flüge wirkt diese Schicht schallverstärkend, für Flüge oberhalb schalldämpfend.
Die Luftfeuchtigkeit beeinflusst die Reichweite der Schallausbreitung. Bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit befinden sich in der Regel mehr Partikel in der Atmosphäre, die durch molekulare Reibung ein Teil der Schallenergie absorbieren können.

Wetterkategorien am Flughafen

Grundsätzlich wird der Flugbetrieb am Flughafen maßgeblich von den Wetterkategorien beeinflusst. Informationen zu diesen erhalten Sie in diesem Abschnitt. 

Erläuterung Wetterkategorien

Einfluss der Wetterkategorien auf den Flugbetrieb

Die Wetterkategorien richten sich nach der Sichtweite auf der in Betrieb befindlichen Landebahn, festgestellt am Boden in horizontaler Richtung, sowie nach der so genannten Hauptwolkenuntergrenze. Darunter versteht man die Höhe, bei der das Flugzeug auf dem Weg zum Aufsetzpunkt aus den Wolken kommt und die Cockpitbesatzung den Anflug mit Sicht nach außen fortsetzen kann.

Generell gilt zunächst für die Flugsicherung: Je schlechter die Wetterbedingungen desto größer die Staffelungsabstände zwischen den anfliegenden Maschinen. Dies führt an Großflughäfen stets zu erheblichen Verzögerungen und Verspätungen. Für diedie Cockpitbesatzung gilt: Anflüge der Schlechtwetterkategorien III bedürfen einer besonderen Ausbildung und Prüfung. Nicht alle Besatzungen können diese vorweisen und müssen deshalb gegebenenfalls einen Flughafen mit besseren Wetterbedingungen anfliegen.

Grundsätzlich bestehen drei Wetterkategorien, genannt „CAT I“, „CAT II“ und „CAT III“. Letztere ist noch einmal in die Betriebsstufen CAT III a, b und c eingeteilt.

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Auflistung der einzelnen Kategorien

CAT I: Die Besatzung der anfliegenden Maschine muss spätestens in einer Höhe von 200 Fuß (ca. 60 m) den Anflug mit Sicht nach außen fortsetzen können. Die Sicht entlang der Landebahn muss mindestens 550 m betragen.

CAT II: Die Besatzung der anfliegenden Maschine muss spätestens in einer Höhe von 100 Fuß (ca. 30 m) den Anflug mit Sicht nach außen fortsetzen können. Die Sicht entlang der Landebahn muss mindestens 300 m betragen.

CAT IIIa: Die Besatzung der anfliegenden Maschine muss spätestens in einer Höhe von 50 Fuß (ca. 15 m) den Anflug mit Sicht nach außen fortsetzen können. Die Sicht entlang der Landebahn muss mindestens 200 m betragen.

CAT IIIb: Die Sicht nach außen beginnt unterhalb von 50 Fuß (ca. 15 m) oder ist nicht vorhanden. Die Sicht entlang der Landebahn darf nicht geringer als 75 m sein.

CAT IIIc: Es besteht zu keinem Zeitpunkt eine Sicht nach außen, es gibt ebenfalls keine Sicht entlang der Landepiste 

Anflüge der Kategorie III unterliegen verständlicherweise erheblichen Einschränkungen und Auflagen, sowohl von Seiten der Flugsicherung als auch auf Seiten der Cockpitbesatzung, der Ausrüstung des Flugzeugs und des Flughafens.

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