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Emissionsabhängige Entgelte

Wie bei der Zulassung von Kraftfahrzeugen werden bei der Zertifizierung von Triebwerken Emissionswerte in einem standardisierten Messzyklus ermittelt (ICAO-Standard-Zyklus). Als Anreiz zum Einsatz emissionsarmer Triebwerke enthalten die Flughafenentgelte bei Fraport bereits seit dem Jahr 2008 eine emissionsabhängige Komponente. Hierbei werden die Stickoxidemissionen jedes Flugzeugs individuell berücksichtigt.

Um einer bei modernen Triebwerken nur noch in seltenen Ausnahmefällen vorkommenden, erhöhten Emission von Kohlenwasserstoffen Rechnung zu tragen, werden bei der Ermittlung der emissionsabhängigen Entgeltkomponente die Stickoxidemissionen während dieses standardisierten Start-Lande-Zyklus mit einem zusätzlichen Faktor versehen.

Klimaschutz

Die 2008 für das Jahr 2020 formulierten Klimaschutzziele für die Fraport AG am Standort Frankfurt konnten wir erfreulicherweise bereits im Berichtsjahr erfüllen. Der CO2-Ausstoß lag mit 209.257 Tonnen (absolut) bzw. 2,56 kg CO2/Verkehrseinheit sehr deutlich unter den Zielwerten. Wir haben dies zum Anlass genommen, im Januar 2017 neue Ziele zur CO2-Reduktion zu setzen. Angelehnt an die entsprechenden Zielsetzungen der Bundesregierung, wollen wir die CO2-Emissionen der Fraport AG am Standort Frankfurt bis zum Jahr 2030 nun auf 80.000 Tonnen senken. Gegenüber den Emissionen im Basisjahr des internationalen Klimaschutzabkommens (1990) entspricht dies einer Minderung um 65 Prozent. Pro Verkehrseinheit (ein Passagier beziehungsweise 100 kg Fracht oder Post) sollen die CO2-Emissionen auf 0,9 kg CO2 sinken. Gegenüber dem Basisjahr 1990 (5,51 kg CO2/Verkehrseinheit) entspräche dies einer Minderung um 84 Prozent.

Hierzu werden wir weiterhin kontinuierlich an der Verbesserung der Energieeffizienz unserer Gebäude, Anlagen und Prozesse arbeiten. Im Gebäude- und Anlagenbestand lokalisieren wir mit unserem operativen Energiemanagement fortlaufend vorhandene Einsparpotenziale und realisieren sie soweit möglich. Im Fuhrpark bzw. in den Bodenprozessen prüfen wir die Möglichkeiten des Einsatzes alternativer Energien, insbesondere Strom, als Ersatz für mineralölbasierte Kraftstoffe. Neubauten werden unter Berücksichtigung von Energieeffizienzgesichtspunkten geplant und realisiert.

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Airport Carbon Accredited

Die Reduzierung von CO2-Emissionen stellt eine zentrale Herausforderung unserer Zeit dar. Sie tragen, gemeinsam mit Emissionen anderer Treibhausgase, zur Erderwärmung bei.

Das Ziel der Bundesregierung ist, die deutschen CO2-Emissionen bis 2030 um 55% und bis 2050 sogar um 80% bis 95% gegenüber dem Stand von 1990 zu senken. Um dies zu erreichen, hat die Regierung mehrere Gesetze, wie beispielsweise das Erneuerbare-Energien-Gesetz und das Energieeinsparungsgesetz erlassen. Die freiwilligen Reduktionsziele der deutschen Unternehmen tragen einen wichtigen Teil dazu bei, die nationalen Vorgaben umzusetzen. Auch Fraport hat sich hierzu verpflichtet.

Die Airport Carbon Accreditation, bei deren Entwicklung Fraport einen wesentlichen Beitrag leistete, hat sich seit 2010 zum weltweiten Standard für CO2-Reporting und -Management an Flughäfen entwickelt. Die Fraport AG hat sich vorgenommen, alle vollkonsolidierten Flughäfen nach der Airport Carbon Accreditation zu zertifizieren. Es soll mindestens das Level 2 („Reduction“) erreicht werden. Durch die Einbeziehung wichtiger Stakeholder kann schließlich Level 3 („Optimisation“) erreicht werden. Wenn ein Flughafenbetreiber seine CO2-Emissionen völlig auf Null absenkt, erreicht er das Level 3+ („Neutrality“). Am Standort Frankfurt haben wir bereits 2012 das Level 3 erreicht. Der Flughafen Ljubljana konnte 2015 durch entsprechende Maßnahmen Level 2 erreichen.

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Carbon Disclosure Project

Seit 2006 beteiligt sich Fraport am Carbon Disclosure Project (CDP), der weltweit führenden Klimareporting-Initiative der Finanzwirtschaft, die Unternehmen und deren Strategien im Hinblick auf den Klimawandel und das CO2-Reporting analysiert.

Im Scoring des Jahres 2015 haben wir 98 von 100 möglichen Punkten erreicht. Hierzu ein Auszug aus dem CDP Climate Change Report 2015:
The climate disclosure score assesses the completeness of the information reported by the company and thus serves as an indicator for the usability of their data. At the same time, it highlights a company’s transparency as regards climate change issues.”

Im Jahr 2016 folgte eine Umstellung der Methodik des CDP-Projektes und eine neue Einteilung in fünf Level. Hier hat Fraport das Scoring-Level C „Awareness“ erreicht. Das Scoring ist Spiegelbild für die Transparenz und die Aktivitäten eines Unternehmens in Fragen des Klimawandels und zeigt, dass wir uns aktiv mit den Auswirkungen des Flugbetriebs auf den Klimawandel auseinandersetzen.

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E-PORT AN

E-Port AN

ist ein Gemeinschaftsprojekt der Fraport, der Lufthansa Group und des Landes Hessen. Unter diesem Dach werden gemeinsame Anstrengungen der Fraport und der Lufthansa für eine elektromobile Flugzeugabfertigung zusammengefasst. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit rund acht Millionen Euro. Bereits im Jahre 2013 wurde diese Initiative als Leuchtturmprojekt durch die Bundesregierung ausgezeichnet. Auch hat E-PORT AN den GreenTec Award in der Kategorie Luftfahrt gewonnen.

Ziel des Projektes ist es nicht nur, den Fuhrpark zu elektrifizieren und dadurch CO2-, Luftschadstoff- und Lärmemissionen zu vermeiden, sondern auch die Arbeitsbedingungen auf dem Vorfeld zu verbessern sowie Erkenntnisse über die Alltagstauglichkeit von E-Fahrzeugen zu gewinnen.

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