Luftqualität

Luftschadstoffe

Im Interesse der Anlieger und Beschäftigten des Frankfurter Flughafens engagiert sich Fraport in Sachen Luftqualität. Hierzu gehört auch die kontinuierliche Überwachung der Luftqualität vor Ort.

Die Messungen dienen der fortlaufenden Bestimmung der aktuellen Luftschadstoffsituation. Mit speziellen Auswertungen soll außerdem der Anteil jener Luftschadstoffe ermittelt werden, die beim Betrieb der Flugzeuge und des Flughafens anfallen und so zu der gemessenen Schadstoffkonzentration beitragen.

Das Schadstoffspektrum des Flugverkehrs entspricht dem des Straßenverkehrs, da in beiden Fällen ähnliche Kraft­stoffe unter vergleich­baren Bedingungen verbrannt werden. Dennoch gibt es einige Unterschiede, die sowohl die Gewichtung einzelner Komponenten des Abgases beeinflussen, als auch deren Ausbreitung in der Atmosphäre.

Messwerte am Flughafen

Die Messstationen, die seit 2002 die Luftqualität am Frankfurter Flughafen überwachen, wurden in regelmäßigen Zeitabständen verlegt, um die räumliche Struktur des Immissionsfelds zu erfassen. Die aktuell betriebenen Messstationen sind in der Grafik abgebildet. Die Messwerte der Flughafenstationen entsprechen denen im städtischen Hintergrund ohne besondere Belastungsschwerpunkte. Lediglich die Konzentration von Stickstoffdioxid (NO2) am Standort S1 entspricht den Ergebnissen von Messstationen in der Nähe viel befahrener Straßen. Hier macht sich der Einfluss der benachbarten Autobahn (BAB 5) bemerkbar.

Lufthygienische Jahresberichte

Detaillierte Informationen und Analysen der Messergebnisse sind in den jährlich erscheinenden Berichten verfügbar. Die Möglichkeit, sich für eine Benachrichtigung bei Neuerscheinungen des Lufthygienischen Jahresberichts an- bzw. abzumelden, wird für Sie derzeit überarbeitet.

Zu den Berichten

Informationen zum Download:

Hier finden Sie ergänzende Informationen zum Thema Luftqualität, wie zum Beispiel allgemeine Informationen über Schadstoffe und Emissionen von Flugzeugen, die gesetzlichen Rahmenbedingungen / Vorgaben bzgl. Luftqualität, Ergebnisse von durchgeführten Sondermessungen am Lerchesberg und Flörsheim sowie zum Thema Geruchsbelastung und ultrafeine Partikel.

Über die rechtlichen Regularien hinaus...

Emissionsabhängige Entgelte

Seit dem Jahr 2008 enthalten die Flughafenentgelte bei Fraport eine emissionsabhängige Komponente. Dabei werden die Stickoxidemissionen jedes Flugzeugs individuell berücksichtigt. Wie bei der Zulassung von Kraftfahrzeugen werden bei der Zertifizierung von Triebwerken Emissionswerte in einemstandardisierten Messzyklus ermittelt (ICAO-Standard-Zyklus). Die Stickoxidemissionen während dieses standardisierten Start-Lande-Zyklus werden bei der Ermittlung der emissionsabhängigen Entgeltkomponente mit einem zusätzlichen Faktor versehen, der gegebenenfalls einer erhöhten Emission von Kohlenwasserstoffen Rechnung tragen soll, was bei modernen Triebwerken nur noch in seltenen Ausnahmefällen vorkommt. Die emissionsabhängige Entgeltkomponente soll als Anreiz zum Einsatz emissionsarmer Triebwerke wirken.

Elektromobilität

Im Rahmen eines vom BMVI geförderten Elektro-Mobilitätsprojekts setzt Fraport elektrisch angetriebene Fahrzeuge und Maschinen ein. Für den Betreiber des Flughafens Frankfurt ist dies ein wesentlicher Ansatzpunkt zum Klimaschutz und zur Vermeidung von Luftschadstoffemissionen u.a. im Bereich der Bodenverkehrsdienste und in Pkw-Pools. Der Anteil elektrisch angetriebener Sonderfahrzeuge beträgt bei Fraport schon heute zehn Prozent und soll in den kommenden Jahren deutlich erhöht werden.

Bis Ende 2015 sollen am Flughafen Frankfurt ca. 40 Elektrofahrzeuge in neuen Einsatzgebieten auf ihre Alltagstauglichkeit im Flughafenbetrieb erprobt werden. Dazu gehören Sonderfahrzeuge wie Palettenhubwagen, Kleinbusse, Pkw und Förderbandwagen sowie eine Passagiertreppe.

Die Vorhaben von Fraport und die Aktivitäten der Lufthansa Group zur Elektrifizierung der Flugzeugabfertigung am Flughafen Frankfurt sind unter dem Dach E-PORT AN zusammengefasst.

Einklappen