DROps early morning

Dedicated Runway Operations, abgekürzt DROps, ist ein Verfahren zur Lärmminderung in Gebieten, die vom Abflugverkehr betroffen sind. Es basiert auf einer bevorzugten Startbahn- und Abflugroutennutzung und wurde im Jahr 2011 zunächst für eine Entlastung im Abflugbereich zwischen 23 Uhr und 5 Uhr implementiert.

Grundlage waren das in den Grafiken abgebildete eigene Abflugstrecken-System (grüne Abflugstrecken) sowie ein alternierendes Bahnnutzungskonzept:

  • Bei Westbetrieb wurde nur vom Parallelbahnsystem gestartet – das bedeutete Lärmpausen für Ortschaften im Bereich der Starts von der Startbahn West.
  • Umgekehrt wurde bei Ostbetrieb nur von der Startbahn West gestartet - was den Ortschaften im Bereich der Starts vom Parallelbahnsystem eine Lärmpause ermöglichte (Süden und Osten Frankfurts, Westen Offenbachs, Norden Neu-Isenburgs)
  • Außerdem konzentrierte sich der DROps-Abflugverkehr auf eigenen Strecken, was den Wohngebieten, die von Starts bei Regelbetrieb betroffen waren, alternierend Lärmpausen brachte.
  • Starts in Richtung Norden verkehren auf der Ostumfliegungs-Route, die ebenfalls ausschließlich bei DROps genutzt wird. Durch den längeren Zwischenflug verkehren sie über nördlich des Flughafens liegenden Gebieten bereits in deutlich größeren Höhen und sind damit in diesem Flugabschnitt leiser, als Luftfahrzeuge auf der Parallelbahnsystem-Route in gleicher Richtung.  

Mit der Einführung des Nachtflugverbots für planmäßige Starts und Landungen zwischen 23 und 5 Uhr wurde das erste DROps-Verfahren ab Juni 2012 von „DROps early morning“ abgelöst. Das Verfahren wurde mit dem Unterschied beibehalten, dass es nun in der Zeit von 05-06 Uhr geflogen wird.

Bei Einführung des Lärmpausenmodells im April 2015 wurde „DROps early morning“ einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen, so dass es seit dem 15.10.2015 bei Ostbetrieb an ungeraden Kalendertagen zwischen 05-06 Uhr im Abflugbereich angewendet wird.