Dichtbesiedelte Gebiete mit segmentierten Anflügen umfliegen

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Zur Entlastung dicht besiedelter Gemeinden im Endanflug wird seit 2011 in Frankfurt ein satellitengestütztes Anflugverfahren angewendet: der sogenannte „Segmented Approach“.

In Gemeinden wie Offenbach, Hanau und Maintal bei Betriebsrichtung 25 ("Westbetrieb") sowie Mainz und Bischofsheim bei Betriebsrichtung 07 ("Ostbetrieb"), die im Anflug von Süd- oder Centerbahn liegen, sinkt der gemessene Maximalpegel durch diese Maßnahme um tendenziell 1-2 dB(A). Auch mit entstehenden Lärmverlagerungen führt die Nutzung dieses Verfahrens zu erheblichen Entlastungen in den Endanflugbereichen und stellt damit eine der vielversprechendsten Maßnahmen des Aktiven Schallschutzes am Flughafen Frankfurt dar.

Aufgrund seiner kapazitätseinschränkenden Wirkung kann dieses Verfahren in verkehrsschwachen Zeiten genutzt werden und findet daher grundsätzlich bei verspäteten Anflügen nach 23 Uhr Anwendung. Um weitere Entlastungen zu erreichen, prüft das Expertengremium für den Aktiven Schallschutz derzeit eine Erweiterung der „Segmented Approach“-Nutzung ab 22 Uhr sowie die Einführung einer alternativen Route auf die Landebahn Nordwest.