Lärmpausen mit Dedicated Runway Operations, DROps

Dedicated Runway Operations, abgekürzt DROps, ist ein Verfahren zur Lärmminderung in Gebieten, die vom Abflugverkehr betroffen sind. DROps basiert auf einer bevorzugten Startbahn- und Abflugroutennutzung und wird seit dem Jahr 2011 in verschiedenen Varianten geflogen.

Seit dem 15.10.2015 befindet sich das Verfahren „DROps early morning“ im Einsatz. In Ergänzung zum Lärmpausenmodell ermöglicht DROps early morning an ungeraden Kalendertagen Lärmpausen zwischen 05-06 Uhr im nachfolgend erklärten Teil des Abflugbereichs bei Ostbetrieb.

Wie funktioniert DROps early morning?

DROps funktioniert über ein eigenes DROps Abflugstrecken-System, das sind die in der Grafik abgebildeten grünen Abflugstrecken. Dadurch gibt es in dieser Zeit in Gebieten unter den blauen Abflugstrecken (genutzt während des Regelbetriebs) eine Lärmpause.

Außerdem starten bei DROps alle Abflüge auf der Startbahn West, was den Ortschaften im Bereich der Starts vom Parallelbahnsystem eine Lärmpause ermöglicht. Hierzu gehören:

  • der Süden und Osten Frankfurts
  • der Westen Offenbachs
  • der Norden Neu-Isenburgs.

Überdies verkehren Starts in Richtung Norden in dieser Zeit von der Startbahn West auf der Ostumfliegungs-Route, die nur bei DROps genutzt wird.

Wie die Grafik zeigt, schwenken diese Starts nach der Ostumfliegung zwar auch nach Norden, durch den längeren Zwischenflug verkehren sie aber über nördlich des Flughafens liegenden Gebieten in größeren Höhen und sind damit in diesem Flugabschnitt leiser, als Starts auf der Parallelbahnsystem-Route in gleicher Richtung.  

DROps - frühere Verfahren

Das Dedicated Runway Operations-Verfahren, abgekürzt DROps, wurde im Jahr 2011 für eine Entlastung an ungeraden Tagen zwischen 23 Uhr und 5 Uhr bei beiden Betriebsrichtungen im Abflugbereich implementiert. Hierbei galt das in den Grafiken abgebildete DROps Abflugstrecken-System (grüne Abflugstrecken) sowie ein alternierendes Bahnnutzungskonzept:

  • Bei Westbetrieb wurde nur vom Parallelbahnsystem gestartet – das bedeutete Lärmpausen für Ortschaften im Bereich der Starts von der Startbahn West.

  • Umgekehrt wurde bei Ostbetrieb nur von der Startbahn West gestartet - was den Ortschaften im Bereich der Starts vom Parallelbahnsystem eine Lärmpause ermöglichte.

  • Außerdem konzentrierte sich der DROps-Abflugverkehr auf bestimmten Strecken, was den Wohngebieten, die von Starts bei Regelbetrieb betroffen waren, alternierend Lärmpausen brachte.

Mit der Einführung des Nachtflugverbots für planmäßige Starts und Landungen zwischen 23 und 5 Uhr wurde das obige DROps-Verfahren ab Juni 2012 von „DROps early morning“ abgelöst. Dabei wurde das oben erklärte Verfahren mit dem Unterschied beibehalten, dass es in der Zeit von 05-06 Uhr geflogen wurde.

Bei der Einführung des Lärmpausenmodells im April 2015 wurde „DROps early morning“ einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen. Seit dem 15.10.2015 wird es nun in Ergänzung zum Lärmpausenmodell bei Ostbetrieb an ungeraden Kalendertagen zwischen 05-06 Uhr im Abflugbereich angewendet.  

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