Rund um die eigene Immobilie

Fraport hat verschiedene Maßnahmenprogramme ins Leben gerufen, die Besitzer und Anwohner gleichermaßen für den verursachten Fluglärm und alle mit dem Flugbetrieb zusammenhängenden Einschränkungen entschädigen oder die Auswirkungen lindern.

Passiver Schallschutz

Durch bauliche Maßnahmen an Gebäuden können die Lärmeinwirkungen im Rauminneren deutlich reduziert werden. Dadurch stellt der Passive Schallschutz einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung der durch Fluglärm betroffenen Bevölkerung dar. Basierend auf dem Planfeststellungsbeschluss des HMWEVL zum Ausbau des Flughafens Frankfurt vom 18. Dezember 2007 und der Festlegung des entsprechenden Lärmschutzbereichs durch die Landesregierung per Rechtsverordnung, die am 13. Oktober 2011 in Kraft getreten ist, ist nunmehr das dritte Passive Schallschutzprogramm aus dem Jahr 2011 noch in Umsetzung.

Für die Erreichung des Zieles, den Lärmpegel im Rauminneren von Gebäuden in anspruchsberechtigten Gebieten zu verringern, wurden für das aktuelle Passive Schallschutzprogramm rund 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, bauliche Schallschutzmaßnahmen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus zeitlich vorgezogen und durch weitere finanzielle Mittel aus dem Regionalfonds erweitert.

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Außenwohnbereich & Wert der Immobilie

Am 29. August 2013 ist die Außenwohnbereichsentschädigung als 3. Durchführungsverordnung zum Fluglärmgesetz in Kraft getreten. Darin wurde erstmalig eine Entschädigung für die durch Fluglärm beeinträchtigte Nutzung des Außenwohnbereichs (Garten, Terrasse, u. ä.) gesetzlich eingeführt. Soweit das bebaute Grundstück in der Tag-Schutzzone 1 des Lärmschutzbereichs liegt, besteht eine Berechtigung, eine Außenwohnbereichsentschädigung zu beantragen. Der Anspruch auf die Entschädigung besteht seit dem 13. Oktober 2016. Die Höhe der Entschädigung hängt von der Art der Immobilie ab. Unterschieden wird bei der Außenwohnbereichsentschädigung zwischen Einfamilienhaus, Zweifamilienhaus, Mehrfamilienhaus und Eigentumswohnung. Um welche Art von Immobilie es sich in Ihrem Fall handelt, können Sie anhand dieser Kriterien feststellen. Ob und ab wann für Sie der Entschädigungsanspruch gilt, können Sie über das Schallschutzportal des RP Darmstadt selbst ermitteln oder beim Regierungspräsidium Darmstadt anfragen.

Der Antrag auf Außenwohnbereichsentschädigung ist ausgefüllt an das Regierungspräsidium Darmstadt zu schicken, dieses ist zuständig für die Gewährung der Entschädigungen. Bei der Beantragung haben Sie die Wahl zwischen einer gesetzlichen Pauschale und einer Entschädigung anhand eines Verkehrswertgutachtens Ihrer Immobilie. Informationen zu den beiden Verfahren und was Sie beachten müssen, erhalten Sie beim Regierungspräsidium Darmstadt. Weitere Informationen finden Sie in den Antworten auf häufig gestellte Fragen und dem Portal Außenwohbereichsentschädigung des RP DarmstadtRegierungspräsidium Darmstadt

Findet ein Wertverlust meiner Immobilie in Flughafennähe durch Fluglärm statt?

Sowohl Untersuchungen Dritter als auch unsere eigenen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Immobilien in Flughafennähe nicht an Wert verlieren.

Nach Inbetriebnahme der Startbahn West in den achtziger Jahren hat sich die Situation der von Abfluglärm dieser Bahn betroffenen Kommunen erheblich verändert. Dies hat zu einem zeitweiligen Druck auf die Immobilienpreise in diesen Kommunen geführt, der jedoch nach einiger Zeit wieder ausgeglichen wurde.

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Verschmutzung

Können durch den Flugverkehr Verschmutzungen an meiner Immobilie entstehen?

Verschmutzungen können durch Ruß oder sonstigen Staub verursacht werden. Der Flugverkehr ist daran allerdings selbst im näheren Flughafenumfeld kaum beteiligt.

Gemäß der im Planfeststellungsverfahren zum Ausbau des Flughafens Frankfurt Main erstellten Fachgutachten ist ein Beitrag des gesamten Flughafenbetriebes zur Feinstaub-Belastung (PM10 ) nur im Nahbereich zu erkennen und auch dort nur sehr gering. Bis zu einer Entfernung von 1 km vom Flughafenzaun beträgt er noch maximal 1 µg/m3 gegenüber etwa 25 µg/m3 Gesamtbelastung. Der Flughafenbetrieb trägt also in einer Entfernung von 1 km vom Flughafenzaun nur mit bis zu vier Prozent zur Gesamtbelastung durch Feinstaub bei. Dies gilt ebenfalls für Ruß, der etwa 50 Prozent des Feinstaubs im Triebwerksabgas ausmacht.

Eine zeitweise verstärkt auftretende Verschmutzung von Oberflächen kann mit dem Auftreten austauscharmer Wetterlagen zusammenhängen, in deren Verlauf sich Schadstoffe und Staub in der Luft anreichern können. Dies ist gerade im Herbst und Winter nicht ungewöhnlich.

Abwasser

Die Entsorgung des Inhalts der Bordtoiletten erfolgt am Boden durch Absaugen mittels eines Ablassschlauchs und nicht – wie häufig vermutet – durch Öffnen einer Luke in der Luft. Der Tankinhalt wird abgesaugt und die Toilettenanlage anschließend mit einem Desinfektionsmittel gefüllt.
Trotz sorgfältiger Wartung kann es gelegentlich vorkommen, dass die Auslasssysteme am Flugzeug leicht undicht werden. Dies kann einen geringfügigen Austritt von Flüssigkeit während des Fluges zur Folge haben, die bedingt durch die niedrigen Außentemperaturen dann gefriert und an der Außenhaut des Luftfahrzeugs haftet. Bei sinkender Flughöhe steigt die Lufttemperatur und bewirkt, dass diese „Eisklumpen“ an Festigkeit verlieren und mit der Windströmung zu Boden fallen können.

Leider lässt sich in nahezu allen Fällen die verursachende Maschine jedoch nicht ermitteln, da die An- und Abflugstrecken von vielen Flugzeugen genutzt werden, der Zeitpunkt zumeist nicht exakt bestimmt werden kann und die Überreste nicht senkrecht, sondern in einer Parabel zu Boden fallen.

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