Ausführung

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, die Dachsicherung auch im Rahmen einer Sanierung durchzuführen, wodurch sich Synergien ergeben können, da Maßnahmen kostenfrei durchgeführt bzw. erstattet werden können, die auch im Rahmen einer Sanierung anfallen.

Hierbei ist zu beachten, dass die Erstattung sich natürlich nur auf Maßnahmen bezieht, die im Rahmen der eigentlichen Dachsicherung anfallen. Kosten für über die Dachsicherung hinausgehende Maßnahmen sind also nicht erstattungsfähig und gehen daher zu Lasten der Eigentümer.

Auch wenn der Einbezug der Dachsicherung in eine geplante Sanierung für den Eigentümer mit Kostenvorteilen verbunden ist, sollten betroffene Eigentümer in der Sicherungszone nicht zu lange mit der Einleitung der Dachsicherungsmaßnahme warten, um die Gefahr von Schäden zu vermeiden.

Der durch die Dachziegelklammerung sichergestellte Abhebewiderstand von 1.417,5 N/m² leitet sich unter anderem aus einer 1994 von Paul Blackmore erstellten Studie ab. Demzufolge ist, unter Berücksichtigung der Standortspezifischen Gegebenheiten ein Abhebewiderstand von 1050 N/m² zu erreichen. Hinzu kommt ein Teilsicherheitsbeiwert γ=1,35, der u.a. aus dem Fachregelwerk des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks abgeleitet ist.

Hinweis zu Sicherheitsdachhaken

Die Sicherheitsdachhaken, die im Rahmen der Maßnahme verbaut werden, gewährleisten nach erfolgter Klammerung eine sichere Begehung der Dachfläche (beispielsweise zu Wartungszwecken). Die Fraport AG ist, soweit erforderlich, gemäß der Planergänzungsbeschlüsse vom 10. Mai 2013 und 26. Mai 2014 zur einmaligen Sicherung der Dacheindeckung im Anspruchsgebiet verpflichtet. Die Wartung des Daches obliegt dem Eigentümer.

Nach Abschluss der Sicherungsmaßnahme werden ihm daher sämtliche Unterlagen von der Fraport AG zur Verfügung gestellt, die er benötigt, um weiterhin seinen Pflichten als Eigentümer des Objekts nachkommen zu können. Informationen zu Inspektions- und Wartungsintervallen der Sicherheitsdachhaken erhalten Sie bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), beim Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), in den Herstellerangaben oder bei einem Fachbetrieb, wie z.B. einem Dachdeckerunternehmen.

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