Uns ist die Meinung unserer Kunden wichtig: Ergebnisse der jährlichen Kundenbefragung decken Verbesserungspotential auf.

31.05.2019

Um die Bedürfnisse unserer Kunden am Standort identifizieren zu können, haben wir auch 2018 unsere jährliche Befragung „Kundenbarometer Cargo“ durchgeführt. Insgesamt haben wir hierfür 34 Airlines, 52 Speditionen und 11 Cargo Handler befragt. Während sich die Bewertung der Airlines weitestgehend mit der des Vorjahres deckt und die Bewertung der Cargo Handler sich sogar verbessert hat, gab es eine Verschlechterung in Bezug auf die Zufriedenheit der Spediteure. Insgesamt ist somit die Gesamtzufriedenheit im Vergleich zu 2017 gesunken.

Eine hohe Gesamtzufriedenheit hat der Flughafen Frankfurt bei der Abfertigung von Spezialprodukten erzielt. Auf dieses Thema legen wir großen Wert und möchten uns hier auch in diesem Jahr weiterentwickeln. Zur Optimierung der Prozesse haben wir 2018 zum Beispiel die Plattform INFr8 mitentwickelt und implementiert. So konnte die erste Gefahrgutsendung mit elektronischer Gefahrgutdeklaration über unseren Flughafen befördert werden.

Die Zufriedenheit bei den Standard-Frachtprozessen hat hingegen abgenommen. Hier wurden sowohl die Schnelligkeit als auch die Verlässlichkeit bemängelt. Lange landseitige Stand- und Wartezeiten wurden als Hauptkritikpunkte genannt. Dieser Umstand ist nicht zuletzt auf die Abfertigungsengpässe unserer operativen Standortpartner der CargoCity Süd Ende 2017 zurückzuführen.

Als Reaktion auf die Engpässe haben wir gemeinsam mit LUG, FCS und dem Speditions- und Logistikverband Hessen/ Rheinland-Pfalz e.V. Lösungsansätze entwickelt. Zur Optimierung des Abhol- und Anlieferprozess von Frachtsendungen ist es gelungen, einen zeitfensterbasierten Standardprozess für die Andienung der Rampen zu definieren. Über die neue (optionale) Applikation „Rampensteuerungssystem“ von FAIR@Link werden nun ‚Slots‘ für die Rampen vergeben. Hierbei konnten schon erste positive Effekte verzeichnet werden: Die Anzahl der registrierten Unternehmen bei FAIR@Link ist von 130 auf über 500 angestiegen und bereits nach einem Monat wurden für 78% der Verkehre bei den teilnehmenden Handlingsagenten Slots gebucht.

Ein weiterer Knackpunkt ist der Ausbau der Infrastruktur in der CargoCity Süd. Um uns im Wettbewerb der Luftfracht-Flughäfen weiterhin gut zu behaupten, benötigen wir eine Infrastruktur, die auf die Zukunft ausgerichtet ist und Ihren Erwartungen entspricht. Daher investieren wir in einen zweiten Lkw-Parkplatz in der CargoCity Süd. Zudem haben wir die vorbereitenden Arbeiten für eine neue Anschlussstelle Zeppelinheim begonnen. Die Erweiterung ist für die künftige Anbindung des Terminal 3 und der CargoCity Süd nötig. Gemeinsam mit dem Sicherheitsdienstleister FraSec arbeiten wir darüber hinaus an der Bereitstellung der Infrastruktur für das sogenannte REST-Verfahren („Remote Explosives Scent Tracing“), bei dem ganze Lkw-Ladungen mittels entnommener Luftproben durch ausgebildete Sprengstoffspürhunde überprüft werden. Mit dieser für Deutschland innovativen Methode soll Luftfracht in Zukunft schneller, kostengünstiger und zuverlässiger kontrolliert werden können.

Immer wieder wird der Wunsch an uns herangetragen, das gastronomische Angebot in der CargoCity Süd zu erweitern. Trotz schwieriger Umstände, bedingt durch die unzureichende Tagesauslastung, führen wir regelmäßig Gespräche mit möglichen Betreibern. Dennoch erweist es sich für diese leider sehr schwierig ein rentables Geschäftsmodell zu entwickeln. Aus diesem Grund freuen wir uns besonders über die Eröffnung der neuen Scoom-Filiale in der CargoCity Süd.

Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung und zählen auch weiterhin auf Ihre Rückmeldungen beim nächsten Kundenbarometer.