Umwelt

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Der Betrieb eines Flughafens und der Luftverkehr haben Auswirkungen auf die Umwelt. Fraport sieht sich in der Verantwortung, die davon ausgehenden ökologischen Anforderungen angemessen zu berücksichtigen. Unsere Aktivitäten zielen schwerpunktmäßig auf den Schutz des Klimas und der Natur sowie den sorgsamen Umgang mit Ressourcen.

Erhöhung der Energieeffizienz, Monitoring und Minderung des Ausstoßes klimarelevanter Gase durch den Flughafenbetrieb (z. B. CO2).

Der Schutz des Klimas ist eine zentrale Herausforderung unserer Zeit. Denn der Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen bei Stromerzeugung, Verkehr und Industrieproduktion trägt entscheidend zur Erderwärmung bei. 2015 trafen sich Delegierte aus 195 Ländern zur Weltklimakonferenz in Paris und beschlossen den ersten für alle Staaten auf der Welt verbindlichen Klimavertrag. Er tritt 2020 in Kraft und hat das Ziel, die Erderwärmung im Vergleich zum Ende des 19. Jahrhunderts bei 1,5 Grad Celsius zu stoppen, zumindest aber auf weniger als zwei Grad Celsius zu begrenzen. Ab 2050 sollen die Netto-Emissionen auf Null gesenkt werden, d.h., es soll ein Gleichgewicht zwischen dem Ausstoß von Treibhausgasen und deren Aufnahme – beispielsweise durch Wälder oder durch technische Mittel – erreicht werden. Die freiwilligen Reduktionsziele der deutschen Unternehmen tragen einen wichtigen Teil dazu bei, die nationalen Vorgaben umzusetzen. Auch Fraport hat sich dazu verpflichtet.

Dem zivilen Flugverkehr werden etwa 2 % der vom Menschen weltweit verursachten CO2-Emissionen von der International Energy Agency zugerechnet. Im Gegensatz zu den Fluggesellschaften hat der Flughafenbetrieb daran nur einen sehr geringen Anteil.

CO2-Reporting verbessert

Seit 2006 beteiligt sich Fraport am Carbon Disclosure Project (CDP), der weltweit führenden Klimareporting-Initiative der Finanzwirtschaft, die Unternehmen und deren Strategien im Hinblick auf den Klimawandel und das CO2-Reporting analysiert. Im Climate Disclosure Scoring verbesserte sich Fraport 2015 gegenüber dem Vorjahr um drei Punkte auf 98 von 100 Punkten. Das Scoring bildet die Vollständigkeit der Berichterstattung ab und gilt somit als Indikator für die Nutzbarkeit der Daten. Es ist gleichzeitig Spiegelbild für die Transparenz eines Unternehmens in Fragen des Klimawandels.

Die Airport Carbon Accreditation, bei deren Entwicklung Fraport einen wesentlichen Beitrag leistete, hat sich in nur sechs Jahren zum weltweiten Standard für CO2-Reporting- und -Management an Flughäfen entwickelt. Bei der Pariser Konferenz wurde das Programm als beispielgebend für andere Industrien herausgestellt. Zwischen dem ACI (Airports Council International) und dem UNFCCC (United Nations Framework Convention on Climate Change; Klimaschutzsekretariat der UN) wurde für die Zukunft eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Das UNFCCC wird zukünftig mit einem Sitz im Advisory Board des Programms vertreten sein.

Die Fraport AG hat sich vorgenommen, alle vollkonsolidierten Flughäfen nach der Airport Carbon Accreditation zu zertifizieren. Es soll mindestens das Level 2 – „Reduction“ erreicht werden. Dafür müssen die Flughafenbetreiber ein effektives CO2-Management und die CO2- Reduktion nachweisen. Die weiteren Schritte sind anschließend Level 3 – „Optimisation“ und Level 3+ – „Neutrality“. Am Standort Frankfurt haben wir bereits 2012 das Level 3 erreicht. Der Flughafen Ljubljana konnte im Berichtsjahr durch entsprechende Maßnahmen Level 2 erreichen.

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30 % weniger CO2 bis 2020

Für unseren größten Standort in Frankfurt haben wir uns detaillierte Ziele zur CO2-Reduktion gesetzt. Wir wollen die CO2-Emissionen, die die Fraport AG selbst verantwortet, bis zum Jahr 2020 am Standort Frankfurt pro Passagier bzw. pro 100 kg Fracht gegenüber dem Jahr 2005 um 30 % senken. Damit korrespondiert unser zweites Ziel: Die absoluten CO2-Emissionen sollen im Jahr 2020 238.000 t nicht übersteigen.

Neben dem Fuhrpark und der energieeffizienten Planung von Neubauten ist das Energiemanagement in bestehenden Terminals, Gebäuden und Anlagen unser größter Hebel in Bezug auf CO2-Einsparungen. Ausschlaggebend für die Zielerreichung ist die Steigerung der Energieeffizienz im Betrieb – etwa 86 % der CO2-Emissionen der Fraport AG werden in diesen Bereichen verursacht.

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„E-PORT AN"

Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie hier.

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