Passiver Schallschutz

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Passiver Schallschutz

Am Frankfurter Flughafen wurde im Jahr 2011 das dritte Passive Schallschutzprogramm aufgelegt. Es basiert auf dem Planfeststellungsbeschluss des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMWEVL) zum Ausbau des Flughafens Frankfurt vom 18. Dezember 2007, in dem auch die Frage der baulichen Schallschutzmaßnahmen diskutiert wurde. Dazu legte die Landesregierung den entsprechenden Lärmschutzbereich durch eine Rechtsverordnung fest, die am 13. Oktober 2011 in Kraft getreten ist.

Um den Lärmschutzbereich darzustellen, wurden die strengsten, nach dem novellierten Fluglärmschutzgesetz anwendbaren, Grenzwerte herangezogen. Basis der Berechnung war das prognostizierte Verkehrsaufkommen von 701.000 Flugbewegungen pro Jahr, das entsprechend der damaligen Planung erst im Jahr 2020 erreicht werden soll.


Der Lärmschutzbereich setzt sich aus folgenden drei Schutzzonen zusammen:

Tagesschutzzone 1

 

 

  • Nachtschutzzone: Leq Nacht = 50 dB(A) und L Amax = 6 mal 53 dB(A)

Tagesschutzzone 2

Für das aktuelle Passive Schallschutzprogramm wurden rund 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, mit dem Ziel, den Lärmpegel im Rauminneren von Gebäuden in anspruchsberechtigten Gebieten zu verringern. Hierbei wurden bauliche Schallschutzmaßnahmen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus zeitlich vorgezogen und durch weitere finanzielle Mittel aus dem Regionalfonds, auf den nachfolgend eingegangen wird, erweitert.

Nachtschutzzone

Bürgerinnen und Bürger, deren Immobilien in einer der unten stehenden Schallschutzzone

  • Tagschutzzone 1/ Schutzkontur höher 65 Leq
  • Nachtschutzzone/ Schutzkontur höher 60 Leq

liegen, konnten mit Inkrafttreten der Verordnung für den Lärmschutzbereich am 13. Oktober 2011 fünf Jahre lang auf Basis der oben angesprochenen Verkehrsprognose  

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Kontakt

Bei Fragen zum Thema Fluglärm und Ausbau erreichen Sie uns unter der kostenlosen Rufnummer +49 800 2345679 oder schreiben Sie uns!

Mittel für passiven Schallschutz beantragen und Maßnahmen umsetzen lassen. Diese Frist ist am 12.10.2016 abgelaufen. Ansprüche auf bauliche Schallschutzmaßnahmen aus weniger lärmbelasteten Gebieten können entsprechend dem Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm ab dem 13.10.2016 für weitere fünf Jahre geltend gemacht werden.

Im Februar 2012 hat die Landesregierung mit der Erklärung "Gemeinsam für die Region - Allianz für Lärmschutz 2012" den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern im Bereich des passiven Schallschutzes weitere, über den bisherigen Umfang hinausgehende Leistungen, zugesagt. Dafür wurde ein Regionalfonds mit rund 265 - 270 Millionen Euro eingerichtet. Die Mittel werden im Wesentlichen durch das Land Hessen und durch Fraport gestellt und können sowohl für private Haushalte, als auch schutzwürdige öffentliche Einrichtungen, zum Beispiel Schulen, Kindergärten oder Krankenhäuser, genutzt werden. Durch den Regionalfonds können rund 17.300 Haushalte in der Flughafenregion zusätzliche Unterstützung beim passiven Schallschutz erhalten.