Nach welchen Kriterien werden die Flugrouten festgelegt und wer ist dafür zuständig?

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH definiert Flugrouten unter Berücksichtigung der nationalen und internationalen Regularien. Genehmigt werden sie durch das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung.

Kriterien für die Festlegung von Flugrouten sind:

  • Sicherheit
  • Kapazität
  • Flüssige Verkehrsabwicklung
  • Praktische Anwendbarkeit
  • Lärmminderung

Bestandteil des Verfahrens zur Genehmigung von Flugrouten ist die Beratung der DFS und des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMWEVL) durch die Fluglärmkommission.

Die Frankfurter Fluglärmkommission besteht aus Vertretern der dem Flughafen benachbarten Gemeinden bzw. Landkreise, des Hessischen Umweltministeriums, der DFS, der Luftverkehrsgesellschaften, der Fraport AG sowie der Bundesvereinigung gegen Fluglärm.

Um die Fluglärmbelastung für den überwiegenden Teil der Bevölkerung so gering wie möglich zu halten und gegebenenfalls zu vermindern, hat sich die Fluglärmkommission bislang stets für eine Bündelung des Luftverkehrs auf sogenannten Lärmminderungsstrecken („Minimum Noise Routes") ausgesprochen. Die Sollkurse dieser Strecken werden auch als Ideallinien bezeichnet.
Das Ziel, möglichst nur dünn oder nicht besiedeltes Gebiet zu überfliegen, kann aufgrund der Sicherheits- und Anwendbarkeitszwänge in einem Ballungsraum wie dem Rhein-Main-Gebiet allerdings nur bedingt umgesetzt werden.