Wirtschaftsfaktor Flughafen

T2 und Skyline Frankfurt

Der Frankfurter Flughafen ist in verschiedener Hinsicht ein herausragender Wirtschafts- und Standortfaktor für das Rhein-Main-Gebiet und weit darüber hinaus: Er ist Unternehmensmagnet, Wissenschafts- und Ausbildungsstandort und mit über 80.000 Beschäftigten die größte Arbeitsstätte Deutschlands.

Dies belegt auch eine Studie des unabhängigen schweizerischen Beratungs- und Forschungsunternehmens INFRAS. Demnach sichert der Flughafen Frankfurt derzeit rund 116.000 Arbeitsplätze bei Betrieben und Unternehmen auf dem Flughafengelände sowie bei deren Lieferanten und Dienstleistern. Durch das Konsumverhalten aus den Erwerbseinkommen der Beschäftigten von Flughafenbetrieben und Zulieferern werden etwa 59.000 weitere Jobs geschaffen. Damit profitieren insgesamt rund 175.000 Menschen von den positiven ökonomischen Effekten durch den Luftverkehr in Frankfurt.

Die Stadt Frankfurt & der Flughafen: Eine gute Verbindung

1

Milliarde Euro investieren wir jedes Jahr in den Standort FRA

35

Millionen Konsumenten leben in einem Umkreis von 200 Kilometern

50

Messen mit rund 3 Mio. Besuchern aus aller Welt finden pro Jahr statt

300

Kreditinstitute und die Europäische Zentralbank haben in der Bankenstadt ihren Sitz

500

Unternehmen sind am Flughafen Frankfurt angesiedelt

Stark exportorientierte Unternehmen und die Deutschland- bzw. Europa-Niederlassungen großer ausländischer oder multinationaler Unternehmen haben sich überproportional häufig im Umfeld des Flughafens angesiedelt. Ohne den Flughafen könnte beispielsweise die überwiegende Mehrheit der pharmazeutischen und chemischen Unternehmen und Niederlassungen auf dem Infraserv-Gelände (ehemals Farbwerke Hoechst AG) nicht existieren.

Weitere Beispiele sind die koreanischen Automobilfirmen oder Samsung, der größte Chip-Hersteller der Welt. Ihnen ist zu verdanken, dass Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet die größte koreanische Community in Europa beherbergen. Dadurch sind rund 5000 Arbeitsplätze in der Region entstanden. Auch die Europäische Zentralbank wäre nicht in Frankfurt, gäbe es nicht den interkontinentalen Frankfurter Flughafen. Dass die Stadt zu den internationalsten Plätzen Deutschlands gehört, mit einer internationalen Firmenlandschaft, ist ebenfalls durch den Flughafen zu erklären.

So hat die internationale Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG ihre Europazentrale von London an den Flughafen verlegt. Die Standortentscheidung lautete nicht „Paris, München oder Berlin“, sondern „Flughafen Amsterdam oder Flughafen Frankfurt“. Wer fremde Märkte erobern will, wer dort seine Präsenz halten und ausbauen möchte, braucht regelmäßige, planbare Verbindungen rund um den Globus: zum Anbahnen und Etablieren von Kundenbeziehungen oder etwa für den Nachschub von dringend benötigten Ersatzteilen.

In London wird derzeit sehr intensiv diskutiert, ob die britische Volkswirtschaft Anschluss an die Wachstumskräfte der „emerging markets“ in Asien verliert, weil der Flughafen Heathrow nicht weiter wachsen kann. Während des Sommerflugplans erreicht man von Frankfurt aus rund 100 internationale und interkontinentale Ziele mehr als von London aus. Wer von England in wichtige Entwicklungszentren Asiens fliegen will, kann auf den Umweg über Flughäfen des europäischen Festlands wie Amsterdam, Paris oder Frankfurt angewiesen sein.