Lärmmindernde An- und Abflugrouten und –Verfahren, Aktive Schallschutzmaßnahmen des Forum Flughafen und Region (FFR)
Mit Unterzeichnung der gemeinsamen Deklaration vom 12. Dezember 2007 hat die Luftverkehrswirtschaft am Flughafenstandort Frankfurt ihren Willen und Bereitschaft bekundet Maßnahmen zu prüfen und zu entwickeln, um Potenziale des aktiven Schallschutzes so effektiv wie möglich zu erschließen.
Auf diesem Wege soll eine Lärmentlastung erreicht werden, die sowohl im Ist-Zustand, als auch in der zukünftigen Situation bis 2020 wirkt.
Wie entstanden die aktiven Schallschutzmaßnahmen des FFR?
Das Expertengremium „ Aktiver Schallschutz“ des Forum Flughafen und Region (FFR) hat ein erstes Maßnahmenpaket mit aktiven Schallschutzmaßnahmen erarbeitet und dieses im Juni 2010 vorgestellt.
Daran haben Sachverständige, Vertreter der Kommunen, der Luftfahrtbranche, Fraport und die DFS, sowie Behörden gemeinsam gearbeitet.
Die Vorschläge des Expertengremiums „Aktiver Schallschutz“ zielen darauf ab, insbesondere von Fluglärm hochbelastete Gebiete in der Region zu entlasten bzw. die im Planfeststellungsverfahren prognostizierte Fluglärmbelastung nach dem Ausbau so gering wie möglich zu halten.
Welche sind die Merkmale des aktiven Schallschutzes in diesem Maßnahmenpaket?
Der aktive Schallschutz ist eine wirksame Möglichkeit, die Belastungen der Anwohner durch Fluglärm durch verschiedene Maßnahmen zu verringern:
- den Lärm direkt an der Quelle mindern
- den Lärm vermeiden oder
- für eine bessere Verteilung der Lärmbelastungen sorgen.
Solche Maßnahmen sind gleichermaßen komplex und aufwendig, sowohl in ihren Beschreibungen, ihren Umsetzungen, als auch in ihren Wirkungen.
Ob eine dieser Maßnahmen umgesetzt werden kann, hängt in erster Linie davon ab, ob es den Sicherheitsstandards im Flugbetrieb ausreichend Rechnung trägt.
Welche Schallschutzmaßnahmen gehören zu diesem Paket?
- Vertikale Optimierung von Abflugverfahren
- Dedicated Runways Operations, bevorzugte Bahnnutzung, DROps
- Segmented RNAV (GPS) Approach
- Optimierung beim Betriebsrichtungswechsel/ Bessere Ausnutzung der Rückenwindkomponentenregelung
- Umrüstung der Boeing-737-Flotte der Lufthansa
- Erhöhter ILS-Gleitwinkel von 3 auf 3,2 Grad auf der Nordwest-Landebahn
- Optimierung CDA-Verfahren, kontinuierlicher Sinkflug-Verfahren, Continous Descent Approach-Verfahren
- Maßnahmenmonitoring
