Notfallmanagement

Das Notfallmanagement der Fraport AG

Das Notfallmanagement der Fraport AG ist auf die Bedürfnisse eines modernen Unternehmens in einem intermodalen, komplexen Verkehrssystem, seine betrieblichen Risiken - Notfälle und gravierende Betriebsstörungen - und auf die von außen herangetragenen Anforderungen ausgerichtet. Es dient zunächst präventiv dem Schutz der Menschen, des Betriebes, der Sachwerte sowie der Gefahrenminimierung bzw. der Gefahrenabwehr. Bei eingetretenen Schäden sowie bei aufgetretenen Störungen unterstützt das Notfallmanagement mit den erforderlichen Maßnahmen, um die Auswirkungen für den Flugverkehr, die Passagiere und das Verkehrssystem Flughafen insgesamt möglichst gering zu halten und schnellstmöglich einen geordneten Betriebsablauf wieder herzustellen.


Aufgaben und Ziele
Notfälle, Großschadenereignisse und gravierende Betriebsstörungen mit Auswirkungen auf den Flug- und Terminalbetrieb sind nicht vorhersehbar. Da es keine Standard-Situationen und keine Patentrezepte gibt, wird jedes Ereignis lageangepasst und damit individuell behandelt. Das professionelle Krisenmanagement der Fraport AG hat die Aufgabe, ein Ereignis unter Kontrolle zu bringen und damit zumindest Personen- und/oder Sachschäden auf ein Mindestmaß zu begrenzen. Dies ist möglich durch ein Zusammenwirken aller Sicherheitspartner am Flughafen Frankfurt in einem etablierten Krisenstab - der Fraport AG, Behörden sowie Airlines und gegebenenfalls weiteren Externen.

Ziel des Notfallmanagements ist es, eingetretenen Gefahren und Schäden für Menschen, Umwelt und Sachen planvoll und wirksam entgegenzutreten und damit zu verhindern, dass sich Notfälle zu Krisen entwickeln.


Elemente des Notfallmanagements

Notfallplanung
Notfallvorsorge
Emergency Response and Information Center (ERIC)
Notfallinformationszentrale (NIZ)
Kriseninterventionsteam (KIT)
Notfallübungen
Flughafenfeuerwehr
Flughafensicherheit
Sicherheitsleitstelle
Medizinische Dienste


Notfallplanung
Unter Beachtung der gesetzlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen hat das Notfallmanagement die Notfallkonzeptionen erstellt, plant Rahmen-Handlungsanweisungen und Verhaltensregeln für Schadenereignisse am oder mit Bezug zum Flughafen Frankfurt, schreibt diese fest und stellt organisatorische und technische Einrichtungen bereit, die maßgeblich zur Begrenzung von Folgeschäden nach Notfällen oder Betriebsstörungen beitragen.

Der Flughafen Frankfurt verfügt über eine effiziente Notfallplanung, die in der Betriebsanweisung für Notfälle (BA NOT) festgelegt ist. Sie regelt die Verfahrensweisen bei Notfällen im Bereich des Flughafens. Darin sind die Grundlagen, Melde- und Alarmierungswege sowie Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten festgelegt. Außerdem sind darin Verfahren definiert, die bei einem koordinierten Einsatz mehrerer Fachbereiche erforderlich sind.

Als Flughafenbetreibergesellschaft obliegt der Fraport AG die Pflicht, den Flughafen in betriebssicherem Zustand zu erhalten und damit der Auftrag, die entsprechenden Verfahren und deren Gewährleistung zu regeln.

Zu diesem Zweck unterhält die Fraport AG Brandschutz-, Rettungs- und Sicherheitsdienste (Notfalldienste der Fraport AG).

 

Notfallvorsorge
Zur Gewährleistung einer effektiven Notfallvorsorge hält die Fraport AG die dafür erforderliche Infrastruktur vor, inklusive der notwendigen Verfahren und der entsprechenden Aufbau- und Ablauforganisation.

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Emergency Response and Information Center (ERIC)
Eine der wichtigsten Notfallvorsorgeeinrichtungen auf dem Flughafen Frankfurt ist das "Emergency Response and Information Center" (ERIC) - das Krisenzentrum zur Bewältigung von Großschadenereignissen und gravierenden Betriebsstörungen. Im ERIC nimmt der Krisenstab – Führungskräfte und Entscheider der Fraport AG – gemeinsam mit Behörden und externen Partnern seine Arbeit auf. Bei Ereignissen, deren Ausmaß und Auswirkungen über die Schaden- und Gefahrenabwehr an der Schadenstelle hinaus ein koordiniertes und abgestimmtes Vorgehen aller internen und externen Bereiche erforderlich machen, koordiniert und veranlasst der Krisenstab alle erforderlichen Maßnahmen im betrieblichen Umfeld. Bei Bedarf können über den Krisenstab auch die von der Fraport AG eingerichtete "Notfallinformationszentrale" (NIZ) und das "Kriseninterventionsteam" (KIT) aktiviert werden. Dadurch verfügt die Fraport AG über die notwendigen zentralen Steuerungseinheiten bei Notfällen am Standort Flughafen Frankfurt.


Notfallinformationszentrale (NIZ)
Die Notfallinformationszentrale (NIZ) der Fraport AG ist für Angehörige von möglichen Betroffenen eine erste, telefonische Anlaufstelle. Hier können Suchmeldungen von Angehörigen aufgenommen werden. Dafür werden 24 EDV-gestützte Aufnahmeplätze, modernste Visualisierungstechnik und eine eigens für diesen Zweck entwickelte Software vorgehalten.

Zahlreiche zwei- und mehrsprachige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedensten Bereichen des Fraport-Konzerns stehen für die Aufgaben in der NIZ bei Bedarf zur Verfügung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden in speziellen Ausbildungsseminaren intensiv auf die psycho-sozialen Aspekte des Notfalleinsatzes vorbereitet. Jährliche Aufbautrainings und Auffrischungskurse sowie Übungen vervollständigen die Qualifikation.

 

Kriseninterventionsteam (KIT)
Bei Großschadenereignissen oder Notfällen am oder mit Bezug zum Flughafen Frankfurt, bei denen Abholer oder Angehörige direkt oder indirekt betroffen und außergewöhnlich hohem Stress ausgesetzt sind, wird das Kriseninterventionsteam aktiviert. Die zahlreichen freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fraport-Konzerns kümmern sich mit hohem Engagement um die psycho-soziale Erstbetreuung von unverletzten Betroffenen und deren Angehörige vor Ort, betreuen und unterstützen sie bei der Bewältigung ihrer mit dem Ereignis verbundenen Probleme, Sorgen und Nöte. Sie werden, je nach Situation und Ereignis, durch die Flughafenseelsorge und durch Special-Assistance-Teams von Airlines unterstützt. In speziellen Ausbildungsseminaren werden die Mitglieder des KIT auf ihre Aufgabe vorbereitet und qualifiziert. Trainings- und Weiterqualifizierungsmaßnahmen sowie über das ganze Jahr verteilte Übungen gewährleisten einen permanent hohen Ausbildungsstand.


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Notfallübungen
Um auf Notfälle vorbereitet zu sein, werden am Flughafen Frankfurt regelmäßig verschiedene Notfallübungen durchgeführt, beispielsweise

Neben kleineren Übungen, wie z.B. der Evakuierung von Personen aus der Skyline, wird aufgrund gesetzlicher Vorgaben und der internationalen Richtlinien der ICAO am Flughafen Frankfurt auch alle zwei Jahre eine Vollübung durchgeführt, in der komplexe Notfälle geübt werden. In erster Linie wird dabei das effektive Zusammenwirken von internen und externen Einsatzkräften überprüft. Als Grundlage für Planung und Koordination dieser Übungen dient die Fraport-Betriebsanweisung für Notfälle (BA-NOT). Die Übungsszenarien werden so realitätsnah wie möglich geplant und durchgeführt, um alle Parameter des Alarmplans zu überprüfen - die Funktionalität und Effektivität von organisatorischen, personellen und materiellen Vorkehrungen, aber auch die Qualifikationen des Einsatz- und Hilfspersonals.

Kontakt:

Nina Reitz
Leiterin Notfallmanagement
FBA-SN

Fraport AG
60547 Frankfurt am Main
Telefon: +49 69 690-28749
Mail Kontakt

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Flughafenfeuerwehr
Die Flughafenfeuerwehr der Fraport AG ist integraler Bestandteil der Flughafensicherheit, als Werkfeuerwehr anerkannt und verfügt über mehr als 50 Jahre Erfahrung. Neben dem Flugzeugbrandschutz ist die Werkfeuerwehr auch für den Gebäudebrandschutz und den vorbeugenden Brandschutz (Brandschutzkonzepte, Brandschutzmanagementsystem) sowie für Brandschutzdienstleistungen (Feuerwehr Training Center, Wartung von Löschanlagen, Flugzeugbergungen) verantwortlich. Routinierte Experten des Flugzeugbrandschutzes garantieren durch schnellste Reaktionszeiten auf drei Feuerwachen und mit hochwertigem Equipment hohe Sicherheit. Innerhalb von spätestens drei Minuten beginnen sie nach internationaler Vorschrift der ICAO (International Civil Aviation Organization) an jeder Stelle des Start- und Landebahnsystems mit wirksamen Lösch- und Rettungsangriffen. Im Feuerwehr Training Center (FTC), einem international anerkannten Kompetenzzentrum für Brandsicherheit auf Flughäfen, werden die Feuerwehrexperten an und mit modernster, mobiler Technik geschult. Das FTC wird inzwischen europaweit zur Weiterbildung genutzt und steht darüber hinaus Kunden auch weltweit rund um das gesamte Thema Brandschutz beratend zur Seite.

Kontakt:

Karl-Christian Hahn
Leiter Brandschutz
ASM-BB

Fraport AG
60547 Frankfurt am Main
Telefon: +49 69 690-66520
Mail Kontakt

 


Flughafensicherheit
Die Aufgabe der Flughafensicherheit ist die Gewährleistung der Sicherheit und Ordnung als Voraussetzung für ungestörte betriebliche Abläufe. Die Priorität bei der Aufgabendurchführung liegt in den Sicherheitserfordernissen. Zwischen den mit Sicherheitsaufgaben betrauten Behörden, den Airlines, den privaten Sicherheitsfirmen und der Airport Security besteht eine gerade in Notfallsituationen bewährte Sicherheitspartnerschaft. Im Rahmen der bestehenden Notfall-Konzeptionen übernimmt die Flughafensicherheit auch wichtige Tätigkeiten wie beispielsweise Absperr- und Zutrittskontrollmaßnahmen.

 

Sicherheitsleitstelle
Als Teil der Flughafensicherheit ist die Sicherheitsleiststelle die zentrale Melde- und Alarmierungsstelle für alle sicherheitsrelevanten Angelegenheiten der Fraport AG. Sie koordiniert und dokumentiert bei aktuellen Ereignissen die operativen Maßnahmen der Flughafenfeuerwehr, des Rettungsdienstes, der Airport Security und des Notfallmanagements. Die SLS gewährleistet die dazu erforderliche Informationsversorgung aller beteiligten internen Bereiche und des Managements. Sie ist verantwortlich für die Einstufung des jeweiligen Notfallereignisses gemäß der Betriebsanweisung für Notfälle (BA NOT). Gleichzeitig übernimmt sie die Alarmierung des Notfallmanagements, der Einsatzkräfte, deren Heranführung an die Einsatzstelle und unterstützt während des gesamten Einsatzes das operative Geschehen.

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Kontakt

Erich Keil
Leiter Flughafensicherheit
ASM-F

Fraport AG
60547 Frankfurt am Main
Telefon: +49 69 690-25320
Mail Kontakt

Guido Zemp
Leiter Sicherheitsleitstelle
ASM-FO1

Fraport AG
60547 Frankfurt am Main
Telefon: +49 69 690-72650
Mail Kontakt

 

 

Medizinische Dienste
Der Rettungsdienst und die Notfallambulanz (Flughafenklinik) der Medizinischen Dienste sind für die Akutversorgung aller Verletzten und Erkrankten am Standort Flughafen Frankfurt zuständig. Um bei einem Einsatzfall umgehend reagieren zu können, verfügen alle Notärzte über die Qualifikation "Leitender Notarzt" und die Zusatzqualifikation "Notfallmedizin", ein Großteil der Rettungsassistenten verfügt über die Zusatzqualifikation "Organisatorischer Leiter Rettungsdienst".

Großflughäfen müssen stets darauf vorbereitet sein, mit neu auftretenden Infektionskrankheiten wie z.B. SARS (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom), Vogelgrippe oder hämorrhagischem Fieber (z.B. Lassa oder Ebola) konfrontiert zu werden. Um solchen Gefahren professionell begegnen zu können, wurden entsprechende Verfahren zur Infektionsabwehr vorbereitet. Sämtliche Ärzte der Medizinischen Dienste sind in ihrer Funktion als Amtsarzt des Stadt-Gesundheitsamtes Frankfurt in der Lage, alle erforderlichen Maßnahmen zur Infektionsabwehr einleiten und umsetzen zu können.

Die kompetente medizinische Notfallversorgung endet aber nicht mit der Versorgung der Erkrankten oder Verletzten, sondern die medizinischen Dienste kümmern sich auch um Details wie Weiterreise, Kontakt zu Airlines und Behörden wie auch zu Angehörigen.

Im Bereich Medical Consulting sowie Medical Disaster Management & Training an Großflughäfen sind die Medizinischen Dienste national wie auch international führend.

Bei Planungen zur Katastrophenabwehr ist das Medizinische Team der Fraport AG fester Bestandteil des Hessischen Innenministeriums, der Hessischen Landesärztekammer und des Kompetenzzentrums des Stadtgesundheitsamtes Frankfurt.

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Rettungsdienst
Der Rettungsdienst der Fraport AG deckt  alle Notfalleinsätze auf dem Betriebsgelände und bei Bedarf auch auf den umliegenden Autobahnen sowie in den Nachbargemeinden ab. Darüber hinaus werden betriebsinterne Kranken- und Behindertentransporte durchgeführt.

Zu den neun Spezialfahrzeugen (z.B. Rettungsfahrzeuge RTW – alle auch als Notarztwagen einsetzbar) zählt auch der Gerätewagen-Rettungsdienst (GW-RETT) mit notfallmedizinischer Ausstattung zur Komplettversorgung von bis zu 100 Verletzten/Erkrankten vor Ort sowie ein Spezialhubfahrzeug  zur Bergung und Rettung aus Flugzeugen .


Kontakt:

Ewald Grieser
Leiter Rettungsdienst
PSL-GR

Fraport AG
60547 Frankfurt am Main
Telefon: +49 69 690-71736
Mail Kontakt

 

 

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